Ein Prokonsul war ein hoher Beamter des alten Roms, der im Auftrag eines Konsuls handelte und in der Regel selbst ein ehemaliger Konsul war.
In der römischen Republik konnte das militärische Kommando nur von einem Konsul ausgeübt werden.
Es gab jeweils zwei Konsuln auf einmal, die jeweils für ein Jahr gewählt wurden. Normalerweise durften sie keine zwei Amtszeiten hintereinander dienen, doch wenn am Ende der Amtszeit eines Konsuls ein militärischer Feldzug im Gange war, konnte der befehlshabende Konsul nach Ablauf seiner Amtszeit vom Senat zum Prokonsul ernannt werden. Dieser Brauch ermöglichte die Kontinuität der Befehlsgewalt.
Im Römischen Kaiserreich war der Prokonsul ein Titel, den ein ziviler Gouverneur innehatte. Hier hing der Titel jedoch nicht mehr mit einer militärischen Befehlsgewalt zusammen.